Über uns: Maria Flora Selma Bühlmann
Flora Bühlmann
Maria Flora Selma Bühlmann (1994, Bern) lebt und arbeitet in Zürich. Sie ist Architektin, Bauleiterin und Handwerkerin mit einem starken Fokus auf partizipative Prozesse, Wiederverwendung und handwerklicher Umsetzung.
Nach ihrem Bachelorabschluss in Architektur an der ETH Zürich (2019) entschied sie sich bewusst gegen einen klassischen akademischen Weg und für das unmittelbare Arbeiten im Machen. Seither hat sie nicht aufgehört, im Bauen zu lernen und sich neues Wissen anzueignen – aus Neugier, aus Freude an der Praxis und aus dem Wunsch, Räume gemeinsam mit ihren Nutzer*innen zu entwickeln.
Ihre Arbeit bewegt sich dabei zwischen Architektur, Handwerk, Szenografie und sozialem Raum. Sie arbeitet an Ladenumbauten, Restaurants, Kultur- und Ausstellungsräumen, ebenso wie an temporären Pavillons, Werkstätten, Möbeln oder Aussenräumen – oft mit und für jene Menschen, die diese Räume später selbst nutzen. Im Zentrum steht dabei immer die Frage: Wie können Räume gemeinsam entstehen, sinnvoll genutzt und nachhaltig weitergedacht werden?
Ein prägendes Element ihrer Praxis ist das Bauen mit wiederverwendeten Materialien. Diese Haltung entwickelte sich früh aus der Arbeit im Auf- und Abbau von Ausstellungen bei gta exhibitions und verstärkte sich durch eigene Projekte, bei denen Material nicht als Abfall, sondern als Ressource verstanden wird. Daraus entstand 2022 auch die Firma Bau-Teilen, die sie mit Katharina, Kas und Tobias gegründet hat, und wo sie heute als Architektin, Bauleiterin und Handwerkerin tätig ist. Parallel engagiert sie sich im Verein gemeinsam bauen wir neu, insbesondere in der Organisation und Leitung von partizipativen Bauprojekten und Workshops zur handwerklichen Selbstermächtigung von FINTA* Personen. Sie ist Mitgründerin vom Handwerker*innen Verzeichnis.
Maria Flora Selma Bühlmann ist besonders erfahren im Arbeiten mit Gruppen: mit Kindern, Jugendlichen, Nachbarschaften, Vereinen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung oder Kulturschaffenden. Sie verbindet planerisches Denken mit handwerklicher Präzision und sozialer Sensibilität. Ob beim Bau eines Aussenplatzes, eines Pavillons, einer Bar, eines Treibhauses oder einer Ferienwohnung – sie arbeitet stets aus der Perspektive der Nutzenden, mit ihnen und nicht für sie.
Neben ihrer Bautätigkeit arbeitet sie auch in der Szenografie und im Ausstellungsbau sowie zunehmend in der Lehre, etwa in Workshops, Studienkursen oder als Handwerkslehrerin an öffentlichen Schulen. Ihre Praxis ist geprägt von Offenheit, Neugier und dem Wunsch, Wissen zu teilen – nicht als abgeschlossenes System, sondern als etwas, das im gemeinsamen Tun wächst.